Montag, 7. Januar 2013

Predigten beim "Gottesdienst - mal ganz anders" (2011)


AB JETZT WIRD ALLES ANDERS
(G. Burkhard Wagner, Januar 2011)
 
Ich kann es fast hören, wie die Kollegen des Vaters aus unserem kleinen Theaterstück sich zu Silvester mit einem Glas Rotkäppchen-Sekt zuprosten und bedeutungsschwer verkünden: „Ich trinke weniger Alkohol!“ Und „Ich mache mehr Sport!“ Dann klirren die Gläser und das neue Jahr ist da. „Ab jetzt wird alles anders.“
Nun ja, mit den Vorsätzen ist das ja so eine Sache. Zu jedem neuen Jahr werden neue Vorsätze gefasst oder die alten noch einmal aufpoliert. Als Sätze vor dem neuen Jahr geistern sie dann in unserem Hirn herum. Und die Frage stellt sich: Wie sieht das ganze vier Wochen nach der Neujahrsnacht aus? Darf ich einmal in die Runde fragen, wer überhaupt für dieses Jahr Vorsätze gefasst hat? [...] Und wer hat schon angefangen mit der Umsetzung? [...] Wer schon jetzt wieder in den Seilen hängen sollte, dem sei fröhlich zugerufen: Du bist nicht allein! Es gibt Leidensgenossen! Letztes Jahr wurde ich am Rücken operiert. Und nach der OP habe ich mir fest vorgenommen, weiter regelmäßig meinen Rückensport zu machen. Ich wollte schließlich nicht nach kurzer Zeit wieder auf dem Tisch liegen und mich vom Chirurgen in den Schlaf bringen lassen. Aber wenn ich die letzten Monate überblicke, dann muss ich feststellen: Es gab hinsichtlich dieses Vorhabens kaum Veränderungen!
Freilich mag es sein, dass es Menschen mit einem wesentlich ausdauernderen Willen gibt als mich. Das bewundere ich. Ein Freund von mir geht jeden Tag eine halbe Stunde spazieren. Er würde sonst den ganzen Tag nur am Schreibtisch sitzen. Ich bewundere das. Toll, wer seine Vorsätze so konsequent in die Tat umsetzt. Vor all denen, die das schaffen, kann ich mich nur verbeugen und sagen: Herzlichen Glückwunsch!
Aber oft werden die gutgemeinten Vorsätze nicht viel mehr sein als heiße Luft. Ich habe da einmal einen Fön mitgebracht. Der macht Wind. Und er produziert heiße Luft. Wenn ich mich damit bei 2 Grad Minus auf meinen Balkon stellen würde, um ihn zu heizen, dann wäre das ziemlich sinnlos. Die Wirkung von Fönluft unter freiem Himmel geht gegen Null.
Der Vater in unserem Theaterstück regt sich köstlich auf über seine Kollegen, die genau das zu tun scheinen: Sie produzieren heiße Luft. Ohne irgendeine Auswirkung. Und der Vater sagt es ja auch deutlich: „Erst hat er die große Klappe, und wenn’s ums Umsetzen geht, ist nix mehr zu sehen davon. Wer einmal vollmundig Vorsätze geäußert hat und sie nicht umgesetzt hat, der darf sich vielleicht nicht wundern, wenn er sich immer wieder den einen Satz anhören muss: Wären deine Worte eine Brücke, ich ginge darüber. Ich hatte mal einen Studienkamerad. Wenn der sich etwas vornahm, dann sagte er meistens: „Morgen geht’s los!“ Tags darauf war er mit seinem Vorhaben auch noch nicht wirklich weiter. Nur ein Vorsatz stand am Abend wieder fest: „Morgen geht’s los!“ Wären deine Worte eine Brücke, ich ginge darüber. Die Umsetzung unserer Vorsätze ist also eine ziemlich vertrackte Angelegenheit. Die Vorsätze sind oft nicht mehr als hohle Phrasen. Heiße Luft eben. Statt „Ab jetzt wird alles anders“ heißt es doch nur wieder „Alles bleibt, wie es ist“.
Ihr lieben Leute, ich könnte nun verschiedene Tipps geben, wie man denn seine Vorsätze doch noch irgendwie umgesetzt bekommt. Damit es eben doch nicht bei dem Verströmen von heißer Luft bleibt. Es gibt da sehr schlaue Internetseiten. Dort kann man lesen: „Fassen Sie Ihren Vorsatz so konkret wie möglich. Sprechen Sie Ihren Vorsatz vor Ihrem Partner oder Freunden laut aus und bitten Sie um Kontrolle und Unterstützung. Planen Sie genau, wie Sie mit Versuchungen und Hemmnissen umgehen werden. Lassen Sie sich von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen.“[1] Solcherlei Ratschläge sind bestimmt ganz hilfreich.
Doch ich möchte mich heute Abend nicht in allgemeinen Ratschlägen ergehen, wie man das Abnehm-, Aufhören-mit-Rauchen- oder Mehr-Sport-Vorhaben doch noch in die Tat umgesetzt bekommt. Dazu kann man im Internet und in verschiedenen Ratgeberzeitschriften schon genug lesen.
Ich möchte von einem erzählen, der miterlebt hat, wie einer Vorsätze gefasst hat und wie diese Vorsätze keinesfalls nur heiße Fönluft waren. Diese Erfahrungen findet man im ersten Teil der Bibel aufgeschrieben.
Der Mann heißt Josua. Er steht als Anführer an der Spitze des Volkes Israel. Vierzig Jahre lang sind sie durch die Wüste gewandert und hatten nur ihre Zelte als Dach über dem Kopf. Kein fester Wohnsitz. 3400 Jahre ist das her. Und nun steht Josua da – und schaut von einer Anhöhe hinüber in ein Land, das ihm und dem Volk Israel versprochen wurde. Das Land, das wir heute als Israel kennen. Dort werden sie bald hinziehen. Dort werden sie bald leben. Er sieht weit bis zum Horizont. Er sieht schemenhaft die Silhouetten von Städten. „Was wird mich dort wohl erwarten?“, denkt er sich vielleicht. „Werde ich den Aufgaben gewachsen sein? Werden wir es schaffen? Wem werden wir dort drüben nur begegnen?“ Keine sehr hoffnungsfrohe Situation. Da ist Ungewissheit, vielleicht auch Angst vor dem, was da kommt.
Eine Situation, die der unsrigen nicht ganz fremd ist. Das Jahr 2011 steht vor uns. Und manch einer wird vielleicht gar nicht so hoffnungsfroh sein, wenn er an das denkt, was ihn in diesem Jahr erwartet. Das Zittern vor dem Arbeitsamt, wenn die Stelle wieder ausläuft. Fortsetzungen von Problemen in Familie und Ehe. Oder ein unerwarteter Schicksalsschlag. Wer weiß das schon im voraus?
Josua ist in einer Situation, in der nun ein anderer Vorsätze fasst. Es ist kein Geringerer als Gott selbst. Der Gott, der durch alle Zeiten hindurch derselbe ist und lebendiges Gegenüber ist. Dieser Gott fasst Vorsätze! Ohne Gläserklirren, ohne Begleitfeuerwerk. Aber mit Nachdruck! Gott sagt zu Josua: Sei getrost und unverzagt! Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen.
Es ist gut, wenn man Vorsätze genau unter die Lupe nimmt. Auch dieser Vorsatz von Gott hat es in sich. Sei getrost und unverzagt! Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen. Genau betrachtet könnte man auch sagen: „Ich werde dich nicht übersehen, nicht über dich hinwegsehen.“ Schauen wir uns das einmal an.
Wird jemand übersehen oder nicht beachtet, dann ist er meist für den, der ihn übersieht, nicht so wichtig. Man sieht darüber hinweg. Der Übersehene ist nicht auf gleicher Augenhöhe mit dem, der ihn übersieht. Und wer übersehen wurde, der kann ganz schnell verlassen sein. Ins Abseits geraten. Wenn ich mit jemandem spreche und die ganze Zeit an ihm vorbei, über ihn hinwegsehe, dann wird der andere schnell merken, dass ich mich für ihn gar nicht interessiere. Er wird merken, dass mir das eigentlich egal ist, was er mir erzählt. Was uns in unserem menschlichen Umfeld manchmal passieren kann, passiert bei Gott nicht.
Und genau das hat der Josua in den Folgejahren immer wieder erlebt. Er hat erlebt, dass Gott zu seinen Vorsätzen steht. In so mancher brenzligen Situation ist Gott an seiner Seite. Gott ist kein himmlischer Fön, der eine Ewigkeit lang heiße Luft produziert. Gottes Vorhaben heißt: „Ich sehe nicht über dich hinweg! Ich achte und beachte dich! Ich verlasse dich nicht!“
Warum erwähne ich diese alte Begebenheit von Josua? Weil sie ein Vorbild dafür ist, dass auf Gott Verlass ist. Gottes Vorsätze kannst Du beim Wort nehmen. Seine Worte sind eine Brücke, über die Du sicher gehen kannst. Gottes Vorsätze sind tragfähig wie die Rügenbrücke.
Und Gott hat diesen Vorsatz erneuert: „Ich sehe nicht über dich hinweg! Ich achte und beachte dich! Ich verlasse dich nicht!“ Er hat ihn ganz sichtbar in die Tat umgesetzt. Gott wird Mensch. Gott kommt auf Augenhöhe. Der Name, der dafür steht heißt Jesus Christus.
Ich kenne einen Mann, der stand einmal in der Fußgängerzone und hatte eine lange Stange in der Hand. Am oberen Ende in zwei oder drei Metern Höhe war ein kleiner Zettel befestigt. Passanten wurden aufgefordert, ein bereitgelegtes Fernglas anzusetzen und das Kleingeschriebene vorzulesen, das auf dem Zettel stand. Was stand drauf? „Gott ist nicht oben!“ Ja, Gott ist nicht oben, sondern unten – auf Augenhöhe. Gott sucht in Jesus Christus Gemeinschaft mit uns Menschen. Und dieser Jesus Christus wiederholt und bestätigt den Vorsatz, den Gott gegenüber Josua schon geäußert hat. Jesus sagt: „Ich bin bei Euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Und das heißt nichts anderes als: „Ich sehe nicht über dich hinweg! Ich achte und beachte dich! Ich verlasse dich nicht!“ Und zwar Dein Leben lang!
Deshalb: Nicht-Beachtung ausgeschlossen! Mitsein garantiert! Jesus steht zu seinem Vorhaben. Auf diesen Vorsatz ist Verlass! Was Gott zusagt, das hält er gewiss. So heißt es an einer anderen Stelle in der Bibel. Gott ist kein Heißluftproduzent, kein Phrasendrescher. Was Gott zusagt, das hält er gewiss.
„Ab jetzt wird alles anders“ – was ein paar Wochen nach Silvester manchmal wie ein schlechter Witz klingt, das wird durch Gottes Vor-Satz in ein neues Licht gestellt. Wenn Gottes verbindliche Sätze vor unserem Leben stehen, dann ist heilsame Veränderung angesagt. Wenn Gottes verbindliche Sätze vor unserem Leben stehen, dann ist heilsame Veränderung angesagt. Gottes Zusagen haben kein Mindesthaltbarkeitsdatum: Mindestens haltbar bis: Silvester 2011. Sie gelten heute, morgen und für immer.
Sei getrost und unverzagt! Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen. Ich sehe nicht über dich hinweg! Ich achte und beachte dich! Ich verlasse dich nicht!
Deshalb lade ich Dich ein, diesem Vorsatz Gottes Vertrauen zu schenken. Ich lade Dich ein, es zuzulassen, dass Gottes gute Sätze, Gottes Zusagen vor Deinem Leben stehen. Nimm Gottes gute Begleitung für Dein Leben an. Denn seine Vor-Sätze gelten Dir.
So ist es oder AMEN.


[1] http://www.berlinx.de/ego/0100/art6.htm


TOD IST TOT
(G. Burkhard Wagner, April 2011)
Vor kurzem fiel mir ein Aushang im Amtsgericht Bergen auf. Dort war folgendes zu lesen: „Frau H. T. hat beantragt, den verschollenen, am 03.07.1894 in Z. geborenen K. T., zuletzt wohnhaft gewesen in Z., für tot zu erklären. Der Verschollene wird aufgefordert, sich bis zum 18.04.2011 bei dem oben bezeichneten Gericht, Erdgeschoss, Zimmer Nr. 112 zu melden, da er sonst für tot erklärt werden kann.“ Zugegebenermaßen ein wenig komisch: Ein Mann, mittlerweile im vermuteten besten Alter von 117 Jahren, soll sich im Gericht melden. Ansonsten wird er für tot erklärt.
Da hört man den deutschen Amtsschimmel wiehern. Der Ottonormalverbraucher wird wahrscheinlich über diese Anzeige schmunzeln. Denn es scheint ja zu 99,9 % sicher, dass ein 117jähriger Verschollener tatsächlich tot ist und sich daher auch nicht im Erdgeschoss in Zimmer Nr. 112 lebendig melden wird. Vielmehr wird er bereits seit langem seine Zeit in einem besonderen Kellergeschoss zubringen.
Aber abgesehen davon steckt doch hinter dieser Anzeige ein Anliegen: Es geht darum, eine Akte endlich schließen zu können. Wenn einer für tot erklärt wurde, dann ist er juristisch gesehen wirklich tot. Ein Toter kann dann auch keine Ansprüche mehr an irgendwen stellen. Er hat keinen Einfluss mehr auf die Lebenden. Er ist endgültig aus dem Melderegister gestrichen. Tot ist tot.
1. Da schließen sich nicht nur die Aktendeckel. Sondern in diesen drei Worten schwingt auch Ohnmacht mit. Du bist ohne Macht gegenüber dem Tod. Du musst den Tod gewähren lassen. Du bist Zuschauer ohne die Möglichkeit, etwas tun zu können. Da stehst Du hilflos dabei, wenn ein guter Freund oder jemand aus der Familie im Sterben liegt. Der Tod ist anscheinend übermächtig. Dem ist man nicht gewachsen. Der hat anscheinend das letzte Wort.
Über wie viele Menschen wurde wohl schon gesagt: Tot ist tot. Über wen dieses Urteil gefällt ist, der kommt nicht wieder zurück. Der ist für immer aus der Mitte der Lebenden fortgerissen. Das ist die Wirklichkeit, die uns tagtäglich in den Nachrichten begegnet. Das sind aber auch Erfahrungen, die jeder früher oder später selbst macht. Ein liebgewonnener Mensch stirbt und ist für immer weg. Da klafft eine Lücke, die man nicht mehr schließen kann. Was einem bleibt ist, ein paar Blumen aufs Grab zu stellen und sich zu erinnern wie es war, als der Tote noch lebte.
2. Angesichts dieser Machtlosigkeit gegenüber dem Tod keimte schon seit jeher im Menschen die Hoffnung auf ein Danach auf. Der Tod kann doch nicht das letzte sein! Im alten Ägypten glaubten die Menschen, dass der König nach seinem Tod viele Prüfungen in der Unterwelt bestehen muss, um dann als Sonne am Himmel wieder zu erstehen. Eine Art von Unsterblichkeit, die aber keiner jemals überprüfen konnte. Manche Naturvölker präparierten ihre Toten so, dass sie nicht verwesten und stellten sie im Dorf auf. Sie wollten auch weiterhin mit ihnen Gemeinschaft haben und mit ihnen von Angesicht zu Angesicht reden können. Ein Ausdruck für die Sehnsucht, die Kluft irgendwie zu überbrücken, die der Tod gerissen hat.
Wir gehen heute nicht mehr davon aus, dass Angela Merkel nach ihrem Tod als Sonne am Himmel schwebt und wir stellen heute keine Mumien mehr in die gemütliche Wohnzimmerecke. Für viele ist es selbstverständlich geworden, dass mit dem Tod alles aus ist. Danach kommt nichts mehr. Aus, Ende, vorbei!
Stattdessen ist da die Sehnsucht nach einem besonders langen Leben. Da werden Anti-Falten-Cremes angeboten. Sie sollen das äußerliche Altern aufhalten, damit man nicht zu früh an die eigene Vergänglichkeit erinnert wird. Gesunde Ernährung mit Bio-Produkten ist der Renner. Damit man gesünder und dementsprechend auch länger lebt. Wer später stirbt, stirbt wenigstens gesund. Es gilt also, den Tod so weit wie möglich von sich fernzuhalten. Das gelingt anscheinend am besten, wenn der Tod einfach totgeschwiegen wird. Darüber redet man nicht. Der Tod soll uns vom Leib bleiben.
Aber irgendwann ist er dann doch plötzlich da. So wie vor einer reichlichen Woche, als ich hier in diesem Raum meinen Geburtstag gefeiert habe. Mitten in all die Fröhlichkeit bekam ich einen Anruf. Einer der besten Freunde unserer Familie ist an diesem Tag gestorben. Einfach so. Unfassbar!
An solchen Stellen merken wir, dass niemand dem Tod wirklich die Stirn bieten kann. Man kann ihm vielleicht „noch einmal von der Schippe springen“. Aber irgendwann heißt es über jeden Menschen: Tot ist tot. Wen der Sensenmann holt, der wird nicht wieder lebendig. Bis jetzt ist keiner zurückgekehrt. Das war’s dann. Selbst den Totengräber erwischt es irgendwann: Wer kaum hat 90 Jahr gelebt und scharrte manchen ein, wer andern eine Grube gräbt, fällt endlich selbst hinein. So stand es einmal auf dem Grabstein eines Totengräbers. Der Tod hat das letzte Wort!
3. An dieser Stelle könnte ich meine Ansprache beenden. Was gäbe es da auch noch hinzuzufügen? Ihr lieben Leute, aber gerade an dieser Stelle mache ich weiter. Weil es zu diesem Thema noch etwas Entscheidendes zu sagen gibt.
Stellen wir uns einmal vor, in einem Gerichtsgebäude hängt eine ganz ähnliche Anzeige wie die, die ich am Anfang gezeigt habe. Aber der Wortlaut wäre ein wenig anders: „Herr Mensch hat beantragt, den Tod, zuletzt gesehen am 31. März 2011 in einem kleinen Erzgebirgsdorf, für tot zu erklären.“ Und dann würde unter dieser Anzeige dick gestempelt stehen: „Antrag positiv bearbeitet!“ Das würde bedeuten, dass die Akte Tod geschlossen wäre. Für immer. Der Tod hätte nicht mehr das letzte Wort. Er wäre endgültig aus dem Schreckensregister der Menschheit gestrichen. Er hätte seinen Schrecken verloren. Über ihm würde das Urteil stehen: Der Tod ist tot! Das Leben hätte gesiegt.
Vielleicht klingt das für Sie ziemlich unwirklich. Vielleicht unglaublich und unglaubwürdig. Vielleicht haben Sie dafür auch nur ein müdes Lächeln übrig. Gerade weil jeden Tag so viele Menschen sterben und der Tod so allgegenwärtig ist.
Aber gerade weil wir Menschen immer noch vom Tod umgeben sind, tritt einer ins Blickfeld, der dem Tod das letzte Wort verbietet. Einer, der den Tod für tot erklärt hat und damit für machtlos. Jesus Christus. In zwei Wochen werden wir wieder daran erinnert. Die Ostereier an den Sträuchern im Garten deuten es an: So wie aus einem Ei ein Küken schlüpft und damit ganz neues Leben entsteht, so ist an Ostern etwas vollkommen Neues in die Welt gekommen. Neues Leben ist in die Welt gekommen. Leben von völlig neuer Qualität. Leben ohne Mindesthaltbarkeitsdatum. Ewiges Leben eben.
Jesus ist freiwillig und aus Liebe zu uns Menschen jämmerlich an einem Kreuz krepiert. Er hat freiwillig und aus Liebe zu uns die schreckliche Begegnung mit dem Tod gewagt. Jesus musste selbst sterben. Er musste über sich das Urteil sprechen lassen: Tot ist tot. Der Tod dachte in diesem Moment: „Den hab ich auch kassiert. Der kommt nicht wieder zurück!“ Und meinte damit, auch in diesem Fall das letzte Wort gehabt zu haben.
Das war das erste Mal, dass sich Gevatter Tod gründlich verschätzt hatte! Denn drei Tage später kann der Tod Jesus nicht länger halten. Jesus lässt am Ostermorgen die kühle Gruft hinter sich. Jesus ist auferstanden. Er lebt und springt dem Tod für alle Zeit von der Schippe. Viele Menschen begegnen ihm. Kurz nach diesem Ostermorgen sind es gleich 500 Leute, die ihn sehen. Christen in aller Welt bezeugen seitdem: Jesus ist auferstanden und lebt! Du kannst ihn erfahren! Du kannst ihn in Deinem Alltag erleben!
An Ostern spricht Jesus endlich das endgültige Urteil über den Tod: Der Tod ist tot. Jesus ist Sieger in diesem Duell. Der Ostermorgen ist damit der entscheidende Moment in der Weltgeschichte, der alles Bisherige über den Haufen wirft. Der Missionar Paulus, der eine ganze Reihe Briefe geschrieben hat, Gemeinden gegründet hat und dafür immer wieder verdroschen und mit dem Tod bedroht wurde, dieser Paulus sagt einmal: „Der Tod ist auf der ganzen Linie besiegt!“ Und weil er dem auferstandenen Jesus begegnet ist und weiß, dass er diesem Sieger gehört, schiebt er fast höhnend hinterher: „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein tödlicher Stachel? (1Kor 15,54b.55)
Seit Ostern wird der alte Traum vom ewigen Leben wahr. Es gibt ein Danach. Jesus hat uns durch seinen Tod und seine Auferstehung herausgerettet aus dem Gefängnis des Todes, aus dem wir uns selbst nicht befreien können.
Wer an Jesus glaubt und ihm vertraut, wer sich taufen lässt, der ist mit Jesus auf das engste verbunden. Wer getauft ist und an Jesus glaubt, der hat Anteil an seiner Geschichte. Der wird eines Tages genau wie Jesus die kühle Gruft und damit den Tod hinter sich lassen und für immer bei Jesus sein. In Gottes neuer Welt, wo es keinen Tod mehr geben wird und kein Leid und kein Schmerz mehr sein wird. Aus diesem Grund können wir auch heute Taufe feiern, nicht trotz, sondern gerade wegen des Themas. Der Tod ist tot. Jesus hat ein für allemal den Tod besiegt. Wer diesen Sieger in sein Leben lässt, der bleibt nicht länger im dunklen Kellerverlies des Todes. Der hat begründete Hoffnung, dass das Leben nicht auf dem Friedhof endet, sondern eines Tages weitergeht.
Jesus sagt einmal: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben.“ (Joh 11,25f.) Diese Sätze habe ich noch meinem Großvater gesagt, ein paar Minuten bevor er gestorben ist. Das war vor fast genau fünf Jahren. Mein Großvater hat in seinem Leben fest auf Jesus vertraut und mit ihm gelebt. Ich habe geheult wie ein Schlosshund, als er tot vor mir lag. Aber dieses Wort von Jesus hat mir unwahrscheinlich Trost gegeben – „der wird leben, auch wenn er stirbt“. Ich wusste: Der ist nicht für immer tot. Den sehe ich wieder! Und dann werden wir mit Jesus zusammen sein. Für immer!
Ich möchte Dich einladen, diesem Sieger Jesus Christus zu vertrauen. Er hat für Dich den Tod auf sich genommen. Er hat für Dich den Tod überwunden und besiegt. Nimm dieses Geschenk an! Es geht um Dein ewiges Leben. Um nicht mehr und nicht weniger.

ENGEL
(Cornelius Bach, Mai 2011)


Einleitung:
Ganz einfach Engel heißt es diesmal auf dem Plakat. Engel, da haben viele ihre Vorstellungen davon und laut Umfragen glauben wohl die Hälfte aller Deutschen, dass es so etwas gibt. Jeder zehnte will sogar schon einmal einen Engel gesehen haben. Bilder von Engeln tauchen immer wieder im Alltag auf. Manche haben kleine Engelfiguren zu Hause stehen oder haben sich einen Schutzengel ins Auto gehängt. Auch in der Werbung  und in diversen Aktionen wird immer wieder auf Engel zurückgegriffen. Da gibt es nicht nur die gelben Engel vom ADAC, MV hat ja seine eigene Schutzengelaktion gestartet.

            Teil 1 Engelgestalten:
Ich weiß nicht, was sie für eine Vorstellung von Engeln haben. Ganz typisch sind ja weiße Gewänder. Und die Flügel dürfen natürlich nicht fehlen. Ich habe einfach mal im Internet nach Engelbildern gesucht, was es da noch so gibt. Da gibt es ganz erotische Engelwesen und welche, die sehr kämpferisch aussehen. Es gibt aber auch Bilder auf denen Engel ganz schwarz und böse dargestellt sind.
Letztendlich ist das Aussehen der Engel aber gar nicht wichtig. Von Bedeutung ist ja eher, was sie tun. Ganz so wie in dem Theaterstück. Da ist dieser Hippie-Typ, von dem hätte man doch so ein Entgegenkommen als letztes erwartet. Genauso ist es mit der Frau. Was für eine verrückte Idee, mit einem Plüschtier Autofahrer anzuhalten. Und doch kann der Papa, genau dieses Spielzeug, gerade sehr dringend gebrauchen. Wie ein typischer Engel haben beide nicht ausgesehen. Trotzdem ist der Fahrer sich am Ende nicht mehr so sicher, ob es Engel gibt.
Was wir uns für das Anspiel ausgedacht haben, dass passiert auch in Wirklichkeit. Dazu habe ich ihnen einmal eine Geschichte mitgebracht:
1972. An einem kalten Oktobermorgen steigt Ulrich W. in den Zug nach Leipzig. Dicker Nebel begrenzt die Sicht auf 25m. Schon öfters ist Ulrich diese Strecke gefahren und immer ist er gut angekommen. Doch diese Fahrt verläuft anders. Auf der eingleisigen Strecke kommt ihnen der verspätete Expresszug nach Karlovy Vary entgegen. Bereits fünf rote Haltesignale hat der Expresszug übersehen. Der Unfall ist nicht mehr zu verhindern. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 160 km/h rasen die beiden Züge aufeinander. Die 100t schwere Lok des D-Zugs schiebt sich über den Expresszug. Der erste Waggon, in dem auch Ulrich sitzt, wird zusammen gequetscht. 22 Passagiere sind auf der Stelle tot. 17 sterben später noch im Krankenhaus.
Ulrich wird für kurze Zeit bewusstlos. Als er erwacht, stellt er fest, dass sein linkes Bein unter dem Sitz eingequetscht ist. Nicht nur das, sein Fuß ist sogar durch die Decke des Doppelstöckers gebrochen. Er kann ins untere Abteil sehen. Ulrich weiß sofort, dass er in größter Gefahr ist. Er braucht Hilfe. Er muss aus dem Zug. Doch wie? Da ist niemand mehr. Plötzlich bemerkt er nur einen halben Meter neben sich einen Mann, mittleren Alters, der wie unbeteiligt im Gang steht. Ulrich fragt ihn, ob er sich noch bewegen könnte und ob er nicht die Bank zurück ziehen könnte. Auf die erste Frage antwortet der Mann einfach: Ja und dann richtet er die Bank gerade soweit auf, dass Ulrich seinen Fuß ohne Probleme befreien kann. Auf einmal ist der Helfer verschwunden. Ulrich W. kann durch einen Riss in der Außenwand aus dem Zug springen. 3m sind es aus dem oberen Stock und dann kommt noch die Böschung des Bahndamms dazu, doch auch hier passiert Ulrich nichts. Er ist gerettet. Aber seinen Retter, den er vorher noch nie gesehen hatte, sieht er nie wieder.
Ullrich W. sagt bis heute: „Dieser Mann, war mein Engel. An dem Oktobermorgen 1972 habe ich erlebt, was Psalm 91 heißt“ Da steht nämlich:  „Denn Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.
Diese Geschichte ist Ulrich Wagner passiert, das ist der Vater von Burkhard. Sie können also nachfragen, wenn sie genaueres Wissen wollen.
Das es solche Engelswesen gibt, wird auch in Bibel immer wieder berichtet. Wir stehen mit solchen Erlebnissen nicht alleine da. In der Bibel haben Engel zum Teil sogar Namen. Sie heißen Michael, Raphael oder auch Gabriel. Manchmal erscheinen die Engel aber auch ganz flüchtig und haben keinen Namen. So wie in der Geschichte von eben.
Engel müssen also keine Flügel haben, sie müssen nicht wohlgenährt und pausbäckig sein. Engel können in jeder möglichen Gestalt erscheinen: mal sind es Gestalten aus hellstem Licht, mal erscheinen sie in Menschengestalt, mal sind es unsichtbare Helfer. Nicht auf das Aussehen kommt es an! Immer aber sind es Wesen, die etwas mit Gottes Fürsorge zu tun haben. Der Engel ist stets ein Zeichen für Gottes unbegrenzte Möglichkeiten, unser Leben zu erhalten und zu fördern. Und in einem bin ich mir sicher: Oft haben wir es nicht einmal bemerkt, dass uns ein Engel beistand und Schaden von uns fernhielt. Engel, das ist der Unfall, der nicht passierte. Das ist der Baum, der nicht umfiel. Das ist die Leiter, die stehen blieb.

Genauso muss aber gesagt werden, dass Engel das Schlechte, das Böse um uns herum nicht immer aufheben. Die Engel beenden nicht den Unterschied, dass damals Ulrich Wagner mit vielen anderen gerettet wurde, aber 39 andere durch dieses Unglück starben. Warum das so ist? Darauf kann ich ihnen keine und auch niemand anderes eine Antwort geben. Und dennoch bin ich mir sicher: Engel sind Beschützer und Begleiter, die Gott uns sendet, als Zeichen seiner Liebe, als Werkzeuge seiner Fürsorge.

            Teil 2 Absender Brief Adressat:
Und da sind wir an einem ganz wichtigen Punkt. Gott sendet seine Engel. Engel, das heißt vom Wort her eigentlich Bote. Das bedeutet Engel sind Boten Gottes. Sie arbeiten nicht in eigenem Auftrag. Nein, sie sind von höherer Stelle geschickt.
Ich versuche das mal mit einem Bild zu verdeutlichen. Ich habe hier einen Brief mitgebracht, der wurde an mich geschickt. Eine Reaktion von mir könnte sein: „Mensch, klasse. Schaut doch mal. Ich habe einen Brief bekommen!!! Schau dir diesen Brief an, das Papier ist ganz glatt und rein weiß. Die Kanten absolut gerade, was für ein Meisterstück!“  Was halten sie von dieser Reaktion? Vielleicht denken sie: „Das ist doch ein ganz normaler Umschlag.“ Stimmt. Wie wäre es dann mit diesem Umschlag? So einen Brief habe ich leider noch nicht bekommen. Beim Anblick dieses Briefes muss ich gleich wieder schwärmen: „Was für Brief! So einen müsste man mal bekommen. Der Umschlag sieht einfach wunderschön aus. Und groß ist der, ach was. Der ist einfach riesig! Und nicht so langweilig weiß. Wunderschön, nicht kitschig. Einfach ein Genuss für das Auge.“ Jetzt können sie mich vielleicht besser verstehen. Wer von ihnen bekommt denn nicht gern solche Post? Aber der Einwand, dass dies doch „nur“ ein Briefumschlag ist, der Einwand bleibt.
Viel wichtiger als der Umschlag, egal wie pompös der ist, viel wichtiger ist doch der Inhalt und wirklich spannend wird es erst, wenn ich weiß, von wem der Brief ist. Hat vielleicht meine Schwester geschrieben, von der ich so gerne mal wieder hören würde? Oder ist der Brief vielleicht sogar von meiner großen Liebe?
So ist das auch mit den Engeln. Engel sind wie der Brief. Nicht auf den Brief/den Engel kommt es an. Viel wichtiger ist der, der den Engel schickt: nämlich Gott.

            Teil 3 Abschluss – Gott liebt uns:
Und Gott tut dies aus Liebe zu uns. Er möchte Kontakt zu uns. Er will eine Beziehung mit uns. Und deshalb schickt er seine Boten, die hier und da eingreifen. Hier und da treten sie als Schutzengel in Aktion, bringen uns eine Nachricht, ein tröstendes Wort. Dabei ist die Macht der Engel begrenzt. Anders ist es mit der Macht Gottes. Sein Reich endet nicht. Dass heißt Lahme können wieder gehen, Blinde sehen wieder, Kranke werden gesund und Arme werden zu Königskindern Gottes. Und das alles, weil Gott uns liebt.
Erst jetzt zu Ostern ging es darum, dass Gott sich auf seine Liebe zu uns festnageln lässt. Darum ging es, als Jesus ans Kreuz genagelt wurde. Und ganz am Ende, als sie Jesus zu Grabe getragen haben, auch da sind wieder Engel im Spiel. Sie bringen den Freunden von Jesus die Nachricht: „Jesus hat den Tod besiegt. Der Tod ist tot!“
Was Jesus kann, das kann kein Engel: Er rettet unser armes Leben, er befreit von Schuld und er erlöst uns vom Tod. Darum wird man einen echten Engel immer daran erkennen: Er macht sich selbst klein und Gott groß. Er wird nicht auf sich verweisen, sondern allen Mut machen, sich Jesus anzuvertrauen. Engel greifen hier und dort in unser Leben ein. Sie überbringen uns eine gute Nachricht: „Willst du wirklich geborgen sein, dann mach dich auf zu Gott. Willst du wissen, so ganz sicher wissen, dass du geborgen bist in guten und in schweren Zeiten, dann beuge dich vor Gott und vertrau dich ihm an, dann brich mit deinem alten Leben und fang noch einmal von vorne an.
Das ist die wichtigste Nachricht der Engel.  Ganz gewiss.   Amen
 



WER BIST DU; GOTT? ODER: WER HAT MICH EIGENTLICH ERFUNDEN? 
(G. Burkhard Wagner, Juni 2011)

Es ist nur ein Roggenhalm. Da geht man schon mal achtlos dran vorbei. Aber schaut man genau hin, dann gerät man ins Staunen. Was kein Architekt hinbekommt, was einem Statiker unmöglich erscheint, das ist für einen gewöhnlichen Roggenhalm am Wegesrand gar kein Problem: Dass er nämlich 375mal so hoch ist wie sein Durchmesser. Würde man ein Hochhaus bauen, das 75m Durchmesser misst, müsste dieses Gebäude 28125 m hoch sein. Das wäre etwa 3mal so hoch wie der Mount Everest. Hier brauchen wir gar nicht weiterzudenken. Der Roggenhalm macht das Rennen.
Nun bekamen wir ja schon im Theaterstück eine Antwort auf die Frage nach dem Architekten des Roggenhalms. Gott wurde da genannt. Er ist der größte Architekt. Und er hat sich nicht nur Roggenhalme einfallen lassen.
Ich habe hier mal ein Bild von meiner Nichte zweiten Grades mitgebracht. Margarete. Immer wenn ich bei Almut und Cornelius bin, staune ich über Margarete. Als ich kürzlich nach 5 Wochen Seminar wiedergekommen bin, da hab ich sie kaum wiedererkannt, so gewachsen ist sie. Jetzt fängt sie an, einen schon anzulächeln. Am beeindruckendsten finde ich immer wieder ihre großen Augen und ihre kleinen Finger. Da kann ich mich manchmal gar nicht richtig satt sehen. Margarete ist einfach klasse!
Einer, der auch über kleine Kinder gestaunt hat, ist Martin Luther. Das war der mit der Reformation und den 95 Prothesen an der Schlosskirche in Wittenberg. Martin Luther hat einmal gesagt: Wann immer du einem kleinen Kind begegnest, ertappst du Gott, den Schöpfer, auf frischer Tat.
Wenn wir also diese Frage an Gott richten würden: Wer bist Du, Gott? Oder: Wer hat mich eigentlich erfunden? – dann würde Gott wohl ungefähr so antworten – und damit würde er Martin Luther nur zustimmen:
Ich bin der Schöpfer. Ich bin der Erfinder alles Lebens. Ich habe dich erfunden und mir ausgedacht. Mein ganzes Können hab ich bei Dir angewendet. Und ich muss sagen, Du gefällst mir sehr gut! Ich finde, Du bist toll geworden! In meinen Augen bist Du wirklich etwas ganz wertvolles. Lass Dir ja nicht von jemandem einreden, dass Du das nicht bist! Leute, die so etwas sagen, haben keine Ahnung.
In der Bibel gibt es eine ganze Reihe Leute, die spannende Erfahrungen mit Gott gemacht haben. Diese Erfahrungen schlagen sich nieder in Berichten über verschiedene Ereignisse. Manchmal aber auch in Gesprächen mit Gott. Da sagen Menschen zu Gott, was sie von ihm halten und warum sie an ihn glauben. Ein ganzes Buch innerhalb der Bibel ist eine einzige Sammlung von solchen Gesprächen, auch Gebete genannt. Psalmen heißen diese Gebete. Einer dieser Leute sagt einmal folgendes zu Gott:
Du hast mich geschaffen - meinen Körper und meine Seele, im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet. Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast - das erkenne ich![1]
Da erkennt einer, dass er kein Produkt des Zufalls ist. Er erkennt, dass da ein Architekt, ein Erfinder hinter seinem Leben steht. Da ist ein liebevoller Schöpfer, der ihn gewollt hat und der ihn liebt. Der Beter schaut sich im Spiegel an und staunt: Was muss das für ein Gott sein, der mich so gemacht hat!
Im Erzgebirge gibt es viele Schnitzer. Das sind nicht solche, die sich andauernd Schnitzer leisten, nein, die haben verschiedene Messer und schnitzen aus gewöhnlichen Holzstücken schöne Figuren. Bis ins Detail wird da gearbeitet. Wenn eine Figur fertig ist, dann landet sie nicht etwa im letzten Kellerloch oder verstaubt irgendwo in einer Ecke auf dem zugestellten Dachboden. Der Künstler stellt sich seine Werke in die Vitrine. Dorthin, wo sie gesehen werden, wenn Besuch kommt. Zu wertvoll sind ihm die Figuren, als dass sie irgendwo verschwinden und vergessen werden.
Gott ist so ein Künstler. Er schafft bei jedem Menschenkind ein neues Leben, etwas ganz besonderes, einzigartiges, vorher nie Dagewesenes. Jeder ist ein Original! Ich erinnere noch einmal an den alten Luther: Wann immer du einem kleinen Kind begegnest, ertappst du Gott, den Schöpfer, auf frischer Tat.
Oder wie es in einem Lied heißt: Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur. Ganz egal, ob Du Dein Lebenslied in Moll singst oder Dur, Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu!
Aber nun sind wir nicht irgendwelche Kunstwerke, bei denen es passieren kann, dass der Künstler, nämlich Gott, uns loshaben will oder lieber in einer dunklen Ecke verschwinden lassen will. Weil er sich vielleicht sagt: Oh, der gefällt mir aber gar nicht. Da hab ich aber Mist gebaut. Den schmeiß ich weg! An diesem Kunstwerk hab ich keine Freude. Die Nase ist viel zu groß und die Beine krumm. Und diese Segelohren erst! Der ist nix wert.
Ganz im Gegenteil. Gott erfindet uns und ruft uns ins Leben und möchte nun auch weiter mit seinen Geschöpfen zusammen sein. Er möchte Gemeinschaft mit uns haben, weil jeder von uns ihm unendlich wertvoll und wichtig ist. Weil es bei ihm eben keine Betriebsunfälle gibt!
Gott möchte nicht, dass Du ihm verloren gehst. Er hat großes Interesse an Dir. Weil er Dich geschaffen hat und Dich lieb hat.
Wer bist Du, Gott? Ich bin Dein Schöpfer und ich möchte mit Dir zusammen sein! Renn doch nicht weg von mir! Ich hab Dich lieb. Ich hab mir bei Dir was ganz besonderes ausgedacht. Deswegen möchte ich Dich in meiner Nähe haben! Komm doch zu mir!


[1] Psalm 139,13f. (HfA)


ICH BIN SO FREI
(G. Burkhard Wagner, August 2011)

13. August 1961. Mauerbau in Berlin. Vorbei ist es mit der Freiheit der Ostberliner und der DDR-Bürger. Familien werden getrennt. Wer rüber will, riskiert sein Leben. Viele versuchen, in die Freiheit zu fliehen. Manche schaffen es. Andere müssen mit ihrem Leben bezahlen. Am 13. August 2011 war der 50. Jahrestag des Mauerbaus. Für mich ist das ein eigenartiges Gefühl. Ich habe die DDR nur 9 Jahre erlebt. Viel habe ich nicht mitbekommen. Aber ich weiß noch, wie ich als Kind dachte: „Ob ich wohl jemals in diesen Westen kommen würde? Vielleicht wenn ich Rentner bin!“
Und dann kam der 9. November 1989. Die Mauer fällt. Die Grenzzäune werden abgerissen. Ost und West liegen sich in den Armen. Wir sind ein Volk! Wir sind frei! Wir können in den Westen! Die Welt steht uns endlich offen! Freiheit! Mit meinem Vater habe ich damals schwarz, rot, gelbe Betonstücke von einem Grenzpfosten im Vogtland geklopft. Dort, wo man vor kurzer Zeit noch erschossen worden wäre. Wir waren frei!
Ich bin so frei! Ihr Leute, das ist es doch, was wir landläufig meinen, wenn wir von Freiheit reden. Ich behaupte einmal, dass jeder Mensch mehr oder weniger diesen Traum von der großen Freiheit träumt. Ich kann dorthin reisen, wo es mir gefällt. Grenzen-los frei sein. Kein Ort der Welt ist mir verschlossen.
Ich will keinen Zwängen unterstehen. Ich will unabhängig sein. Ich will mir von niemandem etwas sagen lassen. Endlich richtig selbstbestimmt leben. Ich will mich selbstverwirklichen. Ich will mein Leben in die eigene Hand nehmen und daraus etwas machen. Ich weiß selbst, was gut und richtig für mich ist.
All das verbinden wir mit dem Wort Freiheit.
Bei genauerem Hinsehen ist das mit der großen Freiheit allerdings so eine Sache. Die Mauer zwischen Ost und West ist weg. Aber in unserem ganz eigenen Leben existieren weiterhin Mauern. Es sind Mauern, die meine Freiheit einschränken. Es sind Mauern, die ich selbst oft nicht zu durchbrechen vermag. Wir haben das in unserem kleinen Theaterstück gesehen.
Ein paar wichtige Stichworte will ich nochmal nennen. Stichwort Beruf: Ich muss irgendwie Geld verdienen. Wer im Beruf weiterkommen will, der muss sich anpassen und unterordnen. Der muss das machen, was der Chef sagt. Sonst war’s das mit der Arbeitsstelle.
Wer keine Arbeit hat, der erlebt möglicherweise erst Recht diese eingeschränkte Freiheit. Da würde ich mir so gerne mal was leisten oder irgendwohin verreisen, aber das Geld fehlt. Ich bleibe zuhause vor dem Fernseher sitzen.
Ich würde gerne stattdessen was anderes machen. Aber irgendwie kann ich das nicht. Also bleibe ich, wo ich bin, vor dem Fernseher.
Und zur Sorge um die fehlende Arbeit kommen noch verschiedene andere Sorgen hinzu. Sorgen um die Familie, um die Treue des Partners, um das Geld, um die Gesundheit, um die Zukunft. Sorgen, die unseren Alltag beherrschen. Schon wenn die Gesundheit den Bach runter geht, ist es vorbei mit der großen Freiheit!
Neben diesen „Mauersteinen“ gibt es aber auch Dinge, die uns ganz persönlich betreffen. Wir selber würden gerne anders werden. Aber wir merken, dass wir uns oft selbst im Weg stehen. Ich nenne einmal ein paar Beispiele.
Da ist der Neid. Ich bin nie zufrieden mit dem, was ich habe. Ich schiele ständig begierig nach dem, was andere haben. Hab ich das eine, dauert es nicht lange und ich will das nächste.
Da ist der ständige Streit. Ich kann dem anderen nicht vergeben! Niemals! Nicht dem! Der Groll gegenüber dem anderen bestimmt mein Leben und nimmt mich gefangen.
Da ist die Lüge. Ich kann nicht anders als immer wieder zu lügen. Eine Lüge zieht eine nächste und übernächste nach sich. Es ist wie ein Strudel, in den man hinabgesogen wird.
Die Lüge ist mein ständiger Begleiter, sie ist zu einer Lebenseinstellung geworden. Und diesen Lebensstil kann ich nicht ablegen. Durch die Lüge gehen reihenweise Beziehungen in die Brüche. Bis ich am Ende allein dasitze.
Da ist der Egoismus. Ich will im Mittelpunkt stehen, ich muss daran arbeiten, dass es mir gut geht. Der andere ist erstmal egal. Das schränkt ein. Weil ich ständig mit mir selbst beschäftigt bin.
Am augenscheinlichsten wird es, wenn Glimmstengel und Bierflasche in den Blick kommen. Wer meinte nicht schon alles, einfach aufhören zu können! Und lügt sich damit seit Jahren selbst in die Tasche. Weil er statt frei gefangen ist.
Ich bin so frei. Bin ich wirklich frei? Liebe Leute, gerade an diesen Beispielen sehen wir, dass der Traum von Freiheit sich als eine geplatzte Seifenblase herausstellt! Wenn wir Freiheit verstehen als die Möglichkeit alles zu tun, was wir wollen und völlig selbstbestimmt zu leben, dann stellt sich das als eine große Täuschung heraus. Kein Mensch ist wirklich frei.
Wir sind Menschen, die hinter Mauern sitzen. Wir sitzen oft genug in einem Gefängnis. Und die Türklinke ist außen. Manchmal merken wir das nicht einmal.
Ich könnte an dieser Stelle schließen mit den Worten: Ist eben so. Kannste nix machen.
Aber weil ich Jesus kenne und von ihm irgendwie meine Klappe nicht halten kann, mache ich grad an dieser Stelle weiter und erzähle eine kleine Geschichte, die aus dem Leben von Jesus berichtet wird.
Eine Frau sitzt in der hinteren Ecke eines großen Raumes. Viele Menschen sind gekommen, um ihn zu hören. Auch die, die ihn nicht mögen und ihn für einen Spinner halten. Die Frau kann nicht alle Leute sehen. Nur die, die direkt neben ihr sitzen. Sie sieht nur den Boden, der direkt vor ihren Füßen ist. Seit 18 Jahren ist das so. Viele Menschen haben sie so gesehen. Niemals konnte sie ihnen direkt in die Augen schauen. Ihr Rücken ist so stark verkrümmt, dass sie nur mit einem Stock laufen kann. Oft wurde sie von den Kindern verspottet: „Laufender Winkel!“
Wie oft hatte sie es sich in den vergangenen Jahren gewünscht: „Ich will endlich aufrecht laufen. Ich will endlich keine Schmerzen mehr haben. Ich will endlich frei sein von dieser Plage!“ Frei und ohne Stock herumlaufen, das war ihr großer Traum. Endlich auf niemanden mehr angewiesen sein. Manchmal hatte sie es versucht.
Hat ihren Stock fest umklammert und versucht, sich langsam aufzurichten. Aber es ging nicht. Der Wille war da. Aber es gab keinen Weg aus dieser Lage. Nun sitzt sie da. Sie hört nur, dass die anderen über sie tuscheln. Wie immer. Aber da.
Hat sie jemand gerufen? Ja, der Stimme nach muss das Jesus sein. Diese Stimme konnte sie zuordnen. Jesus hat mich gerufen? Was sagt er? Ich soll zu ihm kommen. Na gut, dann gehe ich. Und sie erhebt sich. Alle schauen auf sie. Auf ihren Stock gestützt und gebeugt schleppt sie sich nach vorne. Dorthin, wo Jesus ist. Natürlich kann sie Jesus nicht direkt in die Augen schauen. Sie sieht nur seine Füße direkt vor ihren eigenen. Sie sieht nicht, wie Jesus sie mit festem und liebevollem Blick anschaut.
Und plötzlich sagt er die Worte, die für sie wie aus einer anderen Welt kommen: „Frau, sei frei von deiner Krankheit! Frau, sei frei von deiner Krankheit!“ Wie ein warmer Strom durchfährt es sie. Sie kann sich auf einmal ohne Anstrengung und ohne Schmerzen aufrichten. Sie steht aufrecht vor Jesus. Sie schaut ihm in die Augen und kann ihr Glück nicht fassen. Sie ist frei. Ihr Leben ist plötzlich grundlegend verändert. Das, was sie selbst mit noch so viel Willensanstrengung nie geschafft hätte, das hat Jesus geschafft. Er hat ihr ein neues Leben geschenkt.
Diese Frau ähnelt uns. Krankheit, fehlendes Geld, Arbeitslosigkeit, Streit, Neid, Egoismus, Lüge, Alkohol machen uns zu verkrümmten Menschen. Wir laufen gebeugt durchs Leben. Unsere Perspektive ist eingeschränkt. Unser Blick haftet auf dem Boden. Wir schauen nach unten. Wir sind nicht frei, nach vorne zu schauen. Oft haben wir versucht, uns selbst zu befreien. Wir haben uns zugeraunt: Ich schaff das schon! Aber das brachte nie die Wende. Die Mauern wurden stattdessen immer höher.
Aber nun ist da Jesus. Er ist gekommen, um uns frei zu machen von allem, was unser Leben kaputtmacht.
Und er ruft dir zu:
„Komm zu mir. Ich befreie dich! Ich mache dich frei von dem, was dein Leben zerstört. Ich richte dich auf. Ich gebe dir eine ganz neue Perspektive für dein Leben.“ Wie sieht das aus, wenn Jesus befreit?
Da wo vorher der Zwang zur Lüge dich im Griff hatte, dort wirst Du auf einmal frei, die Wahrheit zu sagen. Du wirst frei vom Zwang, andere immer anlügen zu müssen. Und du merkst, wie dadurch Beziehungen wieder heil werden.
Da wo vorher verhärtete Fronten waren, dort wirst du frei, dem anderen zu vergeben. Du wirst frei, dem anderen die Hand zur Versöhnung zu reichen.
Da wo vorher der Egoismus war, wirst du frei, auch den anderen zu sehen und ihm Gutes zu tun. Ganz uneigennützig.
Da wo Dich vorher die Sorgen aufgefressen haben, dort wirst Du frei, Deine Sorgen bei Jesus loszuwerden. Weil Du erlebst, dass Jesus sich darum kümmert, weil er Dich trägt und Dich nicht allein im Sumpf Deines Lebens stecken lässt.
Jesus schenkt neues Leben. Egal wie lange Du schon gekrümmt durchs Leben gehst. Ob 18 Jahre oder länger. Egal, was Dich unfrei und abhängig macht. In der Beziehung zu Jesus ist Freiheit. Freiheit, die Jesus schenkt bedeutet: Du musst nicht länger nach unten schauen. Dein Blickwinkel ist nicht länger eingeschränkt. Du bist frei, endlich wieder durchzuatmen. Denn Jesus richtet Dich auf. Jesus kappt die Fesseln Deiner großen und kleinen Gefangenschaften. Jesus reißt die Mauern ein, hinter denen Du vielleicht schon seit Jahren sitzt und Dich nach Freiheit sehnst.
Nur in der Beziehung zu Jesus wirst Du wirklich frei! Wer sein Leben ihm anvertraut, wer anfängt mit ihm im Alltag zu leben, der wird frei.
Wer sich abhängig von Jesus macht wird frei von dem, was das Leben belastet und zerstört. Wen Jesus frei macht, der ist wirklich frei. Der kann sagen: Ich bin so frei!
 


ABERGLAUBE
(G. Burkhard Wagner, Oktober 2011)


Da hat er sich wohl zu früh gefreut, unser junger Mann von eben. Denn das wäre für ihn der Glückstag gewesen: An einem Freitag, den 13. die Traumfrau kennenzulernen. Aber leider war es unserem charmanten Schamanen nicht vergönnt. Am Freitag, den 13. verließ ihn das Glück.
So wie der jungen Frau im Theaterstück mag es wohl auch manchem Zeitgenossen gehen, wenn er von Dingen wie schamanistischer Heilungsarbeit, Sternenglaube und Freitag den 13. hört. Da entfernen sich manche lieber und denken, der hat nicht alle Latten am Zaun. Das ist alles Quatsch. Bauernfängerei. Überbleibsel aus dem Mittelalter. Darüber sind wir heute längst hinweg.
Für viele andere aber gehört er zum Alltag wie das tägliche Brot – der Aberglaube. Der Glaube an etwas, was mein Leben in irgendeiner Weise bestimmt und positiv  oder negativ beeinflussen kann. Bei einer Umfrage eines Meinungsforschungsinstituts im Jahr 2005 hielten 42 Prozent der Befragten das vierblättrige Kleeblatt für ein positives Vorzeichen. Für 40 Prozent bedeutete es etwas Gutes, wenn man eine Sternschnuppe am Himmel sieht.
36 Prozent der Befragten halten die schwarze Katze für etwas, das Unglück bringen kann.[1] Darüber hinaus wurde festgestellt, dass der Aberglaube trotz allem Technikfortschritt immer größeren Zuspruch findet. Der Aberglaube scheint also nichts zu sein, womit sich nur ein paar Verrückte beschäftigen.
Da wird dreimal auf Holz geklopft und währenddessen dreimal Toi gesagt, wenn etwas gut gelaufen ist oder man jemandem Glück wünscht. Das dreimalige Toi ist dabei nichts anderes als die dreimalige Anrufung des Teufels. Maskottchen werden als Glücksbringer mit sich geführt. Klassische Glücksbringer sind neben dem vierblättrigen Kleeblatt der Schornsteinfeger und das Hufeisen.
Wenn allerdings wie erwähnt die schwarze Katze von links nach rechts vor einem über die Straße läuft, dann bringt das angeblich Unglück. Einen Talisman hängt man sich ins Auto, weil man glaubt, der könne einen vor Blechschaden bewahren. Sicherheitsnadeln in der Kleidung oder Scheren unter der Matratze werden ganz ähnliche Funktionen zugeschrieben. Sie sollen einen schützen vor Schaden und negative Einflüsse fernhalten.
Darüber hinaus möchten viele etwas über die eigene Zukunft oder die Zukunft von anderen erfahren. Ein Blick nach vorn, auf das, was einen in ein paar Jahren erwartet – das ist für viele reizvoll. Ich wage zu behaupten, dass man heute in allen größeren und kleineren Zeitungen Horoskope findet. Ganz zu schweigen vom Internet. Manch einer sagt: Ich glaube da nicht dran, aber ich lese sie trotzdem. Eigenartig. Irgendetwas scheint also doch daran zu faszinieren.
Wer es allerdings ganz genau wissen will, der geht unter Umständen auch zur Wahrsagerin und lässt sich die Karten legen oder die Handlinien lesen. In Deutschland gibt es mehr als 10.000 Wahrsager. Der jährliche Umsatz beträgt etwa 250 Mio. Euro.[2] Das zeigt wiederum, wie aktuell das Thema ist.
Und schließlich geht man bei Warzenbefall oder anderen Krankheiten zur Besprecherin. Die spricht ein paar geheimnisvolle Worte und nach einer gewissen Zeit kann sich tatsächlich eine Besserung einstellen.
Nun kann man mit Recht fragen, warum sich all dieser Aberglaube auch heute in unserer hochtechnisierten Welt so hartnäckig hält.
Ich wage einmal eine Antwort:  Ob es nun bewusst ist oder unbewusst, aber irgendeine Angst treibt Menschen um. Angst vor Schaden im eigenen Leben. Airbag im Auto und ABS scheinen nicht auszureichen, um sich sicher zu fühlen. Den Rest Unsicherheit muss ein Talisman nehmen.
Da ist auch eine Sehnsucht nach Glück. Die Sehnsucht nach etwas, das mein Leben positiv beeinflussen könnte. Da ist die Suche nach etwas, auf das ich mich verlassen kann, etwas das mir Halt gibt. Und dieses Etwas suchen Menschen dann außerhalb von sich selbst. Der Aberglaube zeigt, dass dieses Etwas etwas wissenschaftlich nicht Erklärbares ist. Aber auch die Zukunft zu wissen ist in Zeiten wie den unseren enorm. Weil Menschen gerne wissen wollen, wie das Leben verlaufen wird und auf was sie in Zukunft achten sollten, welche Entscheidungen sie treffen sollten, um ein gelungenes Leben zu führen.
Was ist also von dem allen zu halten? Alles fauler Budenzauber oder steckt doch mehr dahinter?
Ich möchte versuchen, drei Antworten darauf zu geben:

1. Unsichtbare Kräfte

Wer sich auf Glücksbringer oder Talismane verlässt, der möchte sie nicht mehr loslassen. Irgendetwas scheint Menschen daran zu binden. Kaum einer würde wohl seinen Talisman einfach wegschmeißen. Denn da ist die Angst vor evtl. negativen Folgen. Auch wenn das vielleicht niemand zugeben würde. Aber damit mache ich mich von den Maskottchen, Talismanen, Amuletten, Scheren unter den Matratzen und Sicherheitsnadeln abhängig. Ich begebe mich in eine Gefangenschaft. Ich bin nicht mehr frei! Denn wenn ich frei wäre, dann könnte ich das alles von einem Moment auf den anderen im Mülleimer versenken und den Aberglauben einfach lassen. Aber stattdessen ist da etwas unsichtbares, das mich immer wieder fesselt.
Martin Luther hat einmal gesagt: Wo dein Herz ist, da ist dein Gott. Woran wir unser Herz hängen, das ist unser Gott, unser Götze. Und hier wird deutlich: den habe nicht mehr ich in der Hand, sondern der hat mich in der Hand. Eine unsichtbare Kraft bindet mich und mein Leben an diese Dinge. Wie die Frau, die zum Kaffeetrinken zu Ihrer Freundin gehen wollte und unterwegs der schwarzen Katze begegnete. Sie kehrte wieder um, ohne bei der Freundin gewesen zu sein.
Das Leben wird nach den positiven oder negativen Vorzeichen ausgerichtet. Und das macht unfrei. Das macht Angst. Das behindert Entscheidungen.
In diese Reihe möchte ich auch das Thema Wahrsagen und Besprechen stellen. Manch einer hat schon Hilfe durch eine Besprecherin erfahren. Aber der Preis dafür kann hoch sein. Die Warzen oder die Gürtelrose mögen zwar weg sein, aber dafür treten andere Belastungen auf. Menschen berichten von schweren Ängsten, von Schwermut und Alpträumen. Genauso kann es nach dem Besuch eines Wahrsagers zugehen.

2. Unsichtbare Kräfte sind keine unbekannten Kräfte

Im Internet habe ich auf der Seite eines Besprechers folgenden Satz über die Wirksamkeit des Besprechens gelesen: „Hier wirken Kräfte, die wir nicht beeinflussen oder begreifen können. Wir müssen sie einfach akzeptieren!“[3]
Für den Besprecher sind es tatsächlich unbekannte Kräfte!! Man merkt einfach nur, dass sie wirken. Aber wer diese Kräfte sind und zu was sie noch imstande sind, das bleibt im Dunkeln. Wer weiß schon, ob sich diese Kräfte nicht irgendwann gegen einen wenden.
Wer zum Besprecher oder Wahrsager geht oder gegangen ist, der hat sich damit unwissend diesen Kräften ausgesetzt und sie in Anspruch genommen. Auch wenn er weiterhin behauptet, dass er nur an das glaubt, was er sieht.
Was sind das für Kräfte? Sind sie tatsächlich unbekannt? Nein, denn es gibt etwas, was diese Kräfte enttarnt hat. Und das ist das, was wir von Gottes Seite aus darüber wissen. In der Bibel bekommen wir diese Kräfte vorgestellt. Wir müssen also nicht im Dunkeln tappen. Es sind Kräfte, die sich zerstörerisch auf unser Leben auswirken. Es ist der Teufel selbst, der durch so manchen Aberglauben eine zerstörerische Macht über unser Leben ausüben will.
Möglicherweise regt sich hier Widerstand. Denn einen Teufel anzunehmen, das ist doch wirklich finsterstes Mittelalter. Der taugt vielleicht noch für ein lustiges Kasperletheater. Aber sonst nichts. Aber der Teufel ist eben keine Kasperlefigur, die erst richtig Spaß ins Puppentheater bringt. Der ist real! Er tut auch wundersame Dinge, eben wie eine Heilung nach einer Besprechung. Aber gleichzeitig verführt er Menschen mit der Lüge, die Sterne oder die schwarze Katze könnten unser Leben beeinflussen.
Er verführt Menschen mit der Lüge, es sei gut und wichtig, sich beim Wahrsager über die eigene Zukunft zu informieren. Aber damit führt er in die Gefangenschaft, in die Abhängigkeit und zerstört das Leben.
An dieser Stelle höre ich aber auf, vom Teufel zu reden. Denn allzu viele Worte hat er nicht verdient. Nur ist es wichtig, dass die „Kräfte, die wir nicht beeinflussen oder begreifen können“ einen Namen bekommen.
Nachdem wir nun viel über den Aberglauben gehört haben, möchte ich in der 3. Antwort viel lieber von Jesus reden.
Ihr lieben Leute, Jesus ist keine unbekannte Kraft, von der man nichts Genaues weiß. Er ist vielmehr eine Person, die wir kennenlernen können. Weil in ihm Gott herunter gekommen ist auf unsere Welt. Gott ist in Jesus Mensch geworden und hat unter Menschen gelebt. Was Jesus getan hat und wie er mit Menschen umgegangen ist das lesen wir in der Bibel. Er hat Kranke gesund gemacht. Er hat sich Menschen liebevoll zugewandt und ihnen neue Hoffnung für ihr Leben gegeben. Menschen haben sich ihm vertrauensvoll angeschlossen und sind ihm nachgefolgt. Weil sie merkten, dass er ihre Sehnsucht nach Leben stillt. Weil sie gemerkt haben, dass Jesus das beste Mittel gegen die Angst ist.
Seine Nachfolger haben ihn reden hören: In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Jesus ist stärker als die Angst. Und Menschen sind Jesus nachgefolgt, weil sie merkten, dass ihre Zukunft bei ihm in den besten Händen ist. Sie haben nicht im Voraus alles gewusst, was passieren wird. Aber Jesus erschien ihnen vertrauenswürdig genug, dass sie ihre Zukunft in seine Hände legten. Weil sie mit ihm eine wunderbare Zukunft haben.
Den bösen Geistern hat Jesus den Kampf angesagt. Den Mächten, die Menschen in Gefangenschaft halten. Den Mächten, die Leben zerstören. Jesus nimmt die bösen und lebenszerstörerischen Mächte ernst. Für ihn sind sie keine Akteure im Kasperletheater. Aber wo Jesus war, da mussten die anonymen Mächte ihren Namen sagen. Jesus hat sie enttarnt. Damit jeder sehen konnte, was sie im Schilde führen. Er hat sie besiegt. Vor ihm hat der Teufel nur noch klein beizugeben. Jesus befreit aus den Bindungen des Aberglaubens, die sich über kurz oder lang zerstörerisch auf unser Leben auswirken. Jesus befreit aus der Unfreiheit.
Wahrscheinlich klingt das heute Abend alles sehr herausfordernd. Und das ist es auch. Das geb ich gerne zu. Aber ich lade Dich ein: Nimm die Herausforderung an und folge Jesus nach.
Wenn Du Dich an irgendeiner Stelle wiederentdeckt hast, dann lass den Aberglauben hinter Dir. Wende Dich an Jesus. Lerne ihn kennen und entdecke, dass er es gut mit Dir meint und Dein Leben aus der Angst befreit. Schiele nicht länger nach den Talismanen und Glücksbringern, die Dich unfrei machen. Sondern nimm die Freiheit an, die Du durch Jesus geschenkt bekommst. Er liebt Dich und sehnt sich danach, dass Du ihm Dein Leben anvertraust.
Am Ende soll noch ein Liedvers stehen, der das Gesagte noch einmal auf den Punkt bringt.
„Schluss mit anonymen Mächten, ich glaub lieber Gott, dem Echten, der es vorzog unter uns zu wohnen, anstatt vornehm im Olymp zu thronen. Freund zu sein hat er versprochen, und noch nie sein Wort gebrochen. Deshalb soll in meinem Leben auch nur der den Ton angeben, der mich liebt und mit mir spricht. Aberglaube ist das nicht.“



WIE WEIHNACHTEN WAHR WIRD
(Cornelius Bach, Dezember 2011)

Ich möchte sie heute mit auf eine Reise nehmen. Also wir verreisen nicht wirklich, aber meine Frau und mich beschäftigt nämlich die Frage, wie wir Weihnachten feiern wollen. In zwei Wochen ist es ja soweit. Erst kürzlich meinte meine Frau: „Wäre es nicht schön, unsere eigene Familientradition für Weihnachten zu haben?“ Da kann ich ihr nur zustimmen.  Bislang haben wir mit den Eltern Weihnachten gefeiert. Seit unserer Hochzeit auch mal mit Freunden. Doch nun mit unserer Tochter sind wir eine eigene kleine Familie.
Wie feiert man also Weihnachten? Wie wird Weihnachten wahr? Dieser Frage will ich in den nächsten Minuten nachgehen und ich lade sie ein mitzudenken.

 

Was denken die Leute

Erst letztes Wochenende war Weihnachtsmarkt. Da konnte man sich bei einem Glühwein anschauen, was so alles zu Weihnachten gehört.  Da gibt es z.B. verschiedene Sachen zum Dekorieren. Von erzgebirgischen Schnitzereien bis zu blinkenden Sternen gibt es alles. Kerzen, Deckchen, Mützen, Baumschmuck, Geschenke,… Sie können die Liste beliebig fortsetzen. Und natürlich gibt es tolle Leckerbissen zu naschen. Gutes Essen gehört doch zu Weihnachten, wie Soße zu Nudeln.
Diese materiellen Dinge, diese Gegenstände können aber nicht alles sein. Sie sind schön und nett. Mit ein paar Kerzen wird die Wohnung gleich viel gemütlicher. Doch warum diese Dinge gerade zu Weihnachten? In einem Interview wurde ein Mann gefragt, warum er z.B. einen Weihnachtsbaum aufstellt. Seine Antwort war: „Die Nachbarn machen das auch.“ – Da frag ich mich, ob seine Nachbarn vielleicht dasselbe sagen. Dann würde er einen Baum aufstellen, weil sie ... und sie, weil er …  Mich befriedigt diese Antwort jedenfalls nicht. Also, weiter auf der Suche „Wie Weihnachten wahr wird“.

Viele Leute nennen Weihnachten das Fest der Liebe. Das klingt doch toll. Sich endlich wieder vertragen und versöhnen. Ja, sich einfach lieb haben und deshalb einander beschenken. Und dann mit der ganzen Familie zusammen sein. Es ist so schön, einmal Zeit füreinander zu haben. Ich kenne niemanden, der dieses Fest alleine feiern will.
Doch die Realität sieht anders aus. Zwar feiert die Mehrheit der Deutschen Weihnachten mit der Familie, doch wie sieht es innendrin aus? Kann man da von einem Fest der Liebe reden?  Ganz wie in dem Theaterstück von vorhin. Der Mann wurde von seinen Kindern alleingelassen. Immer höflich zu ihm haben ihn die Kinder mit Geschenken eingedeckt. Doch der Alte hat sich etwas ganz anderes gewünscht. Die Idee den Arzt anzurufen hat ihm immerhin einen kurzen Besuch beschert. Auch von Leuten hier in Rotensee weiß ich, dass Weihnachten nicht alles wie geschmiert läuft. Es gibt Streit. Einige Kinder haben keine intakte Familie. Ehen gehen kaputt.
Weihnachten, als das Fest der Liebe, hilft an dieser Stelle also auch nicht weiter. Wie wird Weihnachten dann war?

Was meinen Christen

Um tiefer einzutauchen, frage ich mich, worum es bei Weihnachten wirklich geht. Hat das Fest nicht etwas mit Christsein zu tun? Ja, zu Weihnachten feiern wir die Geburt von Jesus. Es ist mit das Wichtigste Fest der Christen. Zu keinem anderen Gottesdienst gehen so viele Leute. Die Zeitung Focus hat vor ein paar Jahren eine Umfrage dazu gemacht. In Westdeutschland gehen 55% der Leute zu Weihnachten in den Gottesdienst. In Ostdeutschland sind es immerhin 28%. Also etwa jeder dritte. Für viele ist es außerdem eine Zeit der Besinnung. Man denkt an Gott, betet vielleicht oder liest die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel.
Aus solchen Aktivitäten lässt sich leicht eine Liste zusammenstellen. Eine Liste von Bräuchen, die genauso zu Weihnachten gehören wie der Tannenbaum. Doch ich habe es schon angedeutet: Es geht nicht um Bräuche. Es geht darum, dass Jesus geboren wurde.
Weihnachten ist nicht einmal der Geburtstag von Jesus. Denn den kennt keiner mehr. Jesus wurde vor etwas mehr als 2000 Jahren geboren. Das ist Fakt. Erst ungefähr 400 Jahre danach hat man dann den 25.Dezember als Geburtstag festgelegt.

Was wünscht sich Gott

Weihnachten ist daher kein Gedenktag, wie der 106. Geburtstag des Opas. Denn erstens ist der genaue Geburtstag meines Opas bekannt. Und zweitens lebt mein Opa nicht mehr. Jesus dagegen hat die Welt auf den Kopf gestellt. Er ist nicht irgendein Mensch, er ist Gottes Sohn. Jesus lebte etwa 30 Jahre lang und wurde am Kreuz hingerichtet. Doch der Tod konnte ihn nicht festhalten. Wir Christen sind überzeugt davon, dass Jesus nach drei Tagen von den Toten auferstand. Jesus lebt heute!
Uh, das war grad ganz schön viel auf einmal. Deswegen nochmal einen Gang langsamer. Hier habe ich typischen Weihnachtsschmuck. Und der stellt die Geschichte dar, um die es die ganze Zeit geht. Da stehen Maria und Josef. Sie bekommen ein Kind. Das nennen sie Jesus. Das ist erst einmal das normalste der Welt. Jesus wird in einem Stall geboren. Sie sind nämlich grad unterwegs und haben keine Unterkunft bekommen. Ein Bettchen gibt es auch nicht. Da muss ein Futtertrog mit Stroh herhalten. Das ist auch noch nichts Unvorstellbares.
Verrückt ist jedoch, was die Bibel alles noch von dieser Geburt erzählt. So kündigt ein Engel die Geburt an. Der sagt Maria, dass ihr Sohn ein König sein wird und dass er von Gott gezeugt sein würde. Das Kind, was da in der Krippe liegt, ist nicht irgendein Kind. Es ist Gottes Sohn! Es ist Gott selbst.
Das müssen wir uns einmal auf der Zunge zergehen lassen. Gott, der Mächtige, der Schöpfer der Welt, wird Mensch. Ja er macht sich klein und wird ein hilfloses Baby. Gott kommt herunter. Er begibt sich auf Augenhöhe mit uns. Was da passiert ist absolut nichts Alltägliches. Das ist als ob Feuer und Wasser zusammenkommen. Und warum tut Gott dies? Er tut dies, weil er uns liebt. Er will sich mit uns versöhnen. Er will Kontakt mit uns.
Letztes Jahr hatte ich einen Schlafsack dabei, um das zu erklären. Vielleicht erinnert sich jemand von ihnen. Gott will bei ihnen einziehen. Dafür nimmt er auch den unbequemen Platz im Schlafsack in Kauf. Was ist das doch für ein Gegensatz? Der Schöpfer der Welt liegt als ein Baby in einem Futtertrog. Der Herr der Welt kommt zu ihnen nach Hause, in ihre 60m² Dreiraumwohnung. Das wünscht sich Gott. Deshalb ist er Mensch geworden. Zielstrebig, aufopfernd, konsequent geht er diesen Weg. Und das alles nur, um sich mit dir zu versöhnen.
Weihnachten ist deshalb kein Gedenktag! Wir gedenken der Toten, der Gefallenen, doch Jesus lebt. Weihnachten ist stattdessen ein Feiertag. Wir feiern, dass Gott sich den Weg zu bahnt.

Schluss

Zu Beginn unserer „Reise“ überlegte ich, wie wir als Familie Weihnachten feiern wollen. Die Dekoration und gutes Essen gehören dazu. Sie sind aber nicht das, worum es bei Weihnachten geht. Dann kam mir der Gedanke mit dem Fest der Liebe. Oft sieht es leider anders aus, also viel diese Idee auch erst mal flach. Und so ging es weiter auf der Reise. Ja, Weihnachten ist ein christliches Fest. Dabei geht es nicht um Tradition oder um einen Gedenktag. Zu Weihnachten feiern wir, dass Gott zu uns kommt.
Doch was heißt das nun für meine Frau und mich? Wir wissen eigentlich immer noch nicht, wie wir Weihnachten feiern wollen. Doch in einem sind wir uns sicher: Weihnachten wird wahr, wenn wir Jesus in unser Leben aufnehmen! Christen überall auf der Welt sind diesen Schritt gegangen.
Ich fordere Sie heute Abend ebenso dazu heraus: Lass dich auf Gottes Wunsch ein. Jesus lebt und will dir zur Seite stehen. Lass Gott in dein Leben. Sag ihm, dass du ihn in deinem Leben dabei haben willst. Dann wird Weihnachten auch bei dir wahr.
Amen oder wie einige hier in Rotensee sagen: „Ja. Das stimmt.“

Das folgende Lied heißt Immanuel. Immanuel wird Jesus auch genannt. Das ist ein Name und der heißt einfach: Gott ist mit uns. Sie können gern mitsingen. Sie können aber auch einfach zuhören und die Gedanken von eben weiterspinnen.


 

 

 

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